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Novalis
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15 Leben ist der Anfang des Todes. Das Leben ist um des Todes willen. Der Tod ist Endigung und Anfang zugleich Scheidung und nähere Selbstverbindung zugleich. Durch den Tod wird die Reduktion vollendet. 17. Die Fantasie sezt die künftige Welt entw[eder] in die Höhe, oder in die Tiefe, oder in der Metempsychose, zu uns. Wir träumen von Reisen durch das Weltall Ist denn das Weltall nicht in uns? Die Tiefen unsers Geistes kennen wir nicht Nach Innen geht der geheimnißvolle Weg. In uns, oder nirgends ist die Ewigkeit mit ihren Welten die Vergangenheit und Zukunft. Die Außenwelt ist die Schattenwelt Sie wirft ihren Schatten in das Lichtreich. Jezt scheints uns freylich innerlich so dunkel, einsam, gestaltlos Aber wie ganz anders wird es uns dünken wenn diese Verfinsterung vorbey, und der Schattenkörper hinweggerückt ist Wir werden mehr genießen als je, denn unser Geist hat entbehrt. 23. Das willkührlichste Vorurtheil ist, daß dem Menschen das Vermögen
außer sich zu seyn, mit Bewußtseyn jenseits der Sinne zu seyn, versagt
sey. Der Mensch vermag in jedem Augenblicke ein übersinnliches Wesen zu seyn. Ohne dies
wär er nicht Weltbürger er wäre ein Thier. Freylich ist die Besonnenheit in
diesem Zustande, die Sich Selbst Findung sehr schwer, da er so unaufhörlich, so
nothwendig mit dem Wechsel unsrer übrigen Zustände verbunden ist. Je mehr wir uns aber
dieses Zustands bewußt zu seyn vermögen, desto lebendiger, mächtiger, genügender ist
die Überzeugung, die daraus entsteht der Glaube an ächte Offenbarungen des
Geistes. Es ist kein Schauen Hören Fühlen es ist aus allen dreyen
zusammengesezt mehr, als alles Dreyes eine Empfindung unmittelbarer
Gewisheit eine Ansicht meines wahrhaftesten, eigensten Lebens die Gedanken
verwandeln sich in Gesetze die Wünsche in Erfüllungen. Für den Schwachen ist das
Factum dieses Moments ein Glaubensartickel. 34. Interresse ist Theilnahme an dem Leiden und der Thätigkeit eines Wesens. Mich interressirt etwas, wenn es mich zur Theilnahme zu erregen weiß. Kein Interresse ist interressanter, als was man an sich selbst nimmt sowie der Grund einer merckwürdigen Freundschaft und Liebe, die Theilnahme ist, zu der mich ein Mensch reizt, der mit sich selbst beschäftigt ist, der mich durch seine Mittheilung gleichsam einladet an seinem Geschäfte theil zu nehmen. 43. In sich zurückgehn bedeutet bey uns, von der Außenwelt abstrahiren. Bey den Geistern heißt analogisch, das irrdische Leben eine innre Betrachtung ein in sich Hineingehn ein immanentes Wircken. So entspringt das irrdische Leben aus einer ursprünglichen Reflexion einem primitiven Hineingehn, Sammeln in sich Selbst das so frey ist, als unsre Reflexion. Umgekehrt entspringt das geistige Leben in dieser Welt aus einem Durchbrechen jener primitiven Reflexion der Geist entfaltet sich wiederum der Geist geht zu sich selbst wieder heraus hebt zum Theil jene Reflexion wieder auf und in diesem Moment sagt er zum Erstenmal Ich. Man sieht hier, wie relativ das Herausgehn und Hineingehn ist. Was wir Hineingehn nennen, ist eigentlich Herausgehn eine Wiederannahme der anfänglichen Gestalt. 45. Wo ächter Hang zum Nachdenken, nicht blos zum Denken dieses oder jenes Gedankens, herrschend ist da ist auch Progredibilitaet. Sehr viele Gelehrte besitzen diesen Hang nicht. Sie haben schließen und folgern gelernt, wie ein Schuster das Schuhmachen, ohne je auf den Einfall zu gerathen, oder sich zu bemühen den Grund der Gedanken zu finden. Dennoch liegt das Heil auf keinem andern Wege. Bey vielen währt dieser Hang nur eine Zeitlang Er wächst und nimmt ab Sehr oft mit den Jahren oft mit dem Fund eines Systems, das sie nur suchten, um der Mühe des Nachdenkens ferner überhoben zu seyn. 68. Eine Übersetzung ist entweder grammatisch, oder verändernd, oder
mystisch. Mystische Übersetzungen sind Übersetzungen im höchsten Styl. Sie stellen den
reinen, vollendeten Karacter des individuellen Kunstwercks dar. Sie geben uns nicht das
wirklich Kunstwerck, sondern das Ideal desselben. Noch existirt, wie ich glaube kein
ganzes Muster derselben. Im Geist mancher Kritiken und Beschreibungen von Kunstwercken
trift man aber helle Spuren. Es gehört ein Kopf dazu, in dem sich poëtischer Geist und
philosophischer Geist in ihrer ganzen Fülle durchdrungen haben. Die griechische
Mythologie ist zum Theil eine solche Übersetzung einer Nationalreligion. Auch die moderne
Madonna ist ein solcher Mythus. |
15. La vida es el comienzo de la muerte. La vida es por mor de la muerte. La muerte es finalización y comienzo a la vez, a la vez separación y más próxima unión de sí. Por la muerte se consuma la reducción. 17. La fantasía ubica el mundo futuro colocándolo, o bien en la altura, o bien en la profundidad, respecto a nosotros, o lo hace en la metempsicosis. Soñamos con viajes por el universo. ¿Es que no está el universo en nosotros? No conocemos las profundidades de nuestro espíritu. Hacia Adentro va el camino misterioso. En nosotros, o en ninguna parte, está la eternidad con sus mundos, el pasado y futuro. El mundo exterior es el mundo de las sombras, arroja sus sombras al reino de la luz. Por cierto ahora el interior nos parece tan oscuro, solitario, amorfo, pero qué distinto nos parecerá, cuando el eclipse haya pasado y el cuerpo sombrío se haya retirado. Gozaremos más que nunca, pues nuestro espíritu ha carecido. 23. El prejuicio más arbitrario es que al hombre le esté negada la
facultad de ser fuera de sí, de ser con conciencia más allá de los sentidos. El
hombre puede ser a cada instante un ser suprasensorial. Sin esto no sería un ciudadano
del mundo, sería un animal. En verdad, el discernimiento en este estado, el encuentro de
sí mismo, es muy difícil, ya que está unido tan incesante, tan necesariamente con el
intercambio de nuestros restantes estados. Cuánto más conscientes, empero, podemos ser
de este estado, tanto más vivaz, poderosa, satisfactoria es la convicción que surge de
ello; la fe en genuinas revelaciones del espíritu. No es un contemplar, oír, sentir,
está compuesto por los tres en su totalidad, es más que la totalidad de los tres, una
sensación de inmediata certeza, una visión de mi vida más propia y más verdadera, los
pensamientos se transforman en leyes, los deseos en realizaciones. Para el débil es el factum
de este momento un artículo de fe. 34. Interés es participación en el sufrimiento y actividad de un ser. Algo me interesa, cuando sabe incitarme a la participación. Ningún interés es más interesante que el que se toma en uno mismo; tal como el fundamento de una notable amistad y amor, es la participación hacia la cual me atrae una persona que está ocupada consigo misma, la que por su comunicación, me invita, por así decirlo, a participar de su ocupación.
68. Una traducción es o bien gramatical, o transformadora, o mítica. Traducciones míticas son traducciones en estilo supremo. Representan el carácter puro, consumado de la obra de arte individual. No nos dan la obra de arte real, sino el ideal de la misma. Aún no existe, según creo, una muestra total de ellas. En el espíritu de algunas críticas y descripciones de obras de arte se encuentran sin embargo huellas nítidas. Se necesita una cabeza en la que el espíritu poético y el espíritu filosófico se hayan compenetrado en toda su plenitud. La mitología griega es en parte una traducción semejante de una religión nacional. También la moderna madona es un mito semejante.
(Traducción: Helena G. Quinteros) |