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C.I.L.H.T. | Literatura alemana |

 

Retrato de Christian Hofmann von Hofmannswaldau

Christian Hofmann von Hofmannswaldau

 

Beschreibung vollkommener Schönheit


Ein Haar, so kühnlich Trotz der Berenice spricht,

Ein Mund, der Rosen führt und Perlen in sich heget,

Ein Zünglein, so ein Gift vor tausend Herzen träget,

Zwo Brüste, wo Rubin durch Alabaster bricht.


Ein Hals, der Schwanenschnee weit, weit zurücke sticht.

Zwei Wangen, wo die Pracht der Flora sich beweget,

Ein Blick, der Blitze führt und Männer niederleget,

Zwei Armen, derer Kraft oft Leuen hingericht,


Ein Herz, aus welchem nichts als mein Verderben quillet,

Ein Wort, so himmlisch ist und mich verdammen kann,

Zwei Hände, derer Grimm mich in den Bann getan


Und durch ein süßes Gift die Seele selbst umhüllet,

Ein Zierat, wie es scheint, im Paradies gemacht,

Hat mich um meinen Witz und meine Freiheit bracht.

Descripción de la belleza perfecta


Un cabello que, osado, a Berenice porfía,

una boca que ostenta rosas, de perlas plena,

una lengua que a mil corazones envenena,

dos pechos, do el rubí alabastro tramaría.


Un cuello en mucho a nieve del cisne aventajado.

Dos mejillas, do pompa de Flora se agita,

una mirada que hombres bate, rayos concita,

dos brazos cuya fuerza al león ha ejecutado,


un corazón del cual no mana más que mi ruina,

una voz celestial que mi condena resuelve,

dos manos cuyo encono al destierro me encamina


y con dulce veneno el alma misma envuelve,

un adorno, parece, en Paraíso fabricado,

me ha de entendimiento y libertad privado.

 

Vergänglichkeit der Schönheit


Es wird der bleiche Tod mit seiner kalten Hand

Dir Lesbie mit der Zeit um deine Brüste streichen,

Der liebliche Korall der Lippen wird verbleichen;

Der Schultern warmer Schnee wird werden kalter Sand.


Der Augen süßer Blitz, die Kräfte deiner Hand,

Für welchen solches fällt, die werden zeitlich weichen.

Das Haar, das itzund kann des Goldes Glanz erreichen,

Tilgt endlich Tag und Jahr als ein gemeines Band.


Der wohlgesetzte Fuß, die lieblichen Gebärden,

Die werden teils zu Staub, teils nichts und nichtig werden;

Dann opfert keiner mehr der Gottheit deiner Pracht.


Dies und noch mehr als dies muß endlich untergehen,

Dein Herze kann allein zu aller Zeit bestehen,

Dieweil es die Natur aus Diamant gemacht.

Caducidad de la belleza


Con su mano la muerte pasará helada,

su palidez al cabo, Lesbia, por tus pechos,

será el suave coral pálidos labios deshechos,

del hombro arena fría la nieve hoy inflamada.


De los ojos el dulce rayo y los vigores

de tu mano, que vencen a su par, vencerá

el tiempo, y el cabello, hoy áureo de fulgores,

será un cordel común, que la edad cortará.


El bien plantado pie, la postura agraciada

serán en parte polvo, en parte nulos, nada;

ya el numen de tu brillo no tendrá ofrendante.


Esto y aún más que esto ha al fin de sucumbir,

sólo tu corazón puede siempre subsistir,

pues la naturaleza lo ha hecho de diamante.


(Traducción: Héctor A. Piccoli)