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Andreas Gryphius
Mittag
Indem die Sonn ins Himmels Mittel hält Und der von Hitz und Arbeit matten Welt Sucht ihren Weg und unsern Tag zu teilen!
Zu hart versehrt, das ausgedörrte Feld Wünscht nach dem Tau, der Schnitter nach dem Zelt; Kein Vogel klagt von seinen Liebesseilen.
In eine Höhl, in welche sich verkreucht, Den Schand und Furcht sich zu verbergen zwinget.
Doch nicht dem Licht, das, wo wir immer stehn, Uns sieht und richt und Höll und Gruft durchdringet. |
Mediodía
del mundo que en labor y ardor moría su senda por partir y nuestro día, el sol el centro del cielo atraviesa!
en flor, y el campo es del rocío, estuoso, como de tienda el segador deseoso; ni un ave clama por cordel de amor.
a una caverna en la que se recluye, la afrenta y el pavor son su gobierno.
mas no a la luz, que, do quieras parar, te juzga y ve y surca fosa y averno. |
An die Sternen
Ihr Fackeln, die ihr Nacht und schwarze Wolken trennt, Als Diamante spielt und ohn Aufhören brennt, Ihr Blumen, die ihr schmückt des großen Himmels Auen,
Sein Wort, die Weisheit selbst, mit rechten Namen nennt, Die Gott allein recht mißt, die Gott allein recht kennt, (Wir blinden Sterblichen, was wollen wir uns trauen!)
Hab ich, indem ich euch betrachtete, gewacht? Herolden dieser Zeit, wenn wird es doch geschehen,
Euch, derer Liebe mir steckt Herz und Geister an, Von andern Sorgen frei werd' unter mir besehen? |
A las estrellas
antorchas, que de negras nubes la noche aisláis, cual diamantes ardéis sin cesar y jugáis, flores, que adornáis del vasto cielo la llanura,
Sabiduría, el Verbo, con justo nombre os nombra, que sólo Dios conoce, Dios puede medir, (¡qué osamos nosotros, mortales en la sombra!)
he pasado, observándoos, yo, en vela? heraldos de este tiempo, cuándo ha de acaecer,
cuyo amor prende espíritus, corazón en mí, de otros cuidados libre, debajo os pueda ver? |
Andenken eines auf der See ausgestandenen gefährlichen Sturms
Uns sprützt ihr grünes Salz! Wie reißt der Zorn die Wellen Durch nebelvolle Luft! Wie heult das wüste Bellen Der tollen Stürm uns an! Die Klippe kracht von Weh.
In den getrennten Grund. Die often Stöße fällen Den halbzuknickten Mast; die schwache Seiten prellen Auf die gespitzte Klipp. O Himmel, ich vergeh!
Das Segel flattert fort; der Schiffer steht allein Und kann noch Bootsmann mehr, noch Seil, noch Ruder zwingen.
Tot war ich vor dem Tod. Doch Herr! du hasts gemacht, Daß ich dir lebend und errettet Lob kann singen. |
Memoria de una peligrosa tempestad sufrida en el mar
y lanza verde sal! ¡Cómo la ira rompe en la ola por aire y bruma! ¡Cuán cruel nos ladra y tremola furia la tempestad! Dolor la roca al chirriar.
a fracción abisal. Cada ráfaga cabriola sobre el mástil rajado; los costados viola la aguda roca, endebles. ¡Cielos, he de expirar!
vuela la vela; solo, el capitán no podría dominar contramaestre, jarcias ni timón.
muerto antes de la muerte. ¡Señor! por ti es que dejo, vivo y salvo, oír de alabanza una canción.
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