129 – 1617
An den Grafen von Villamediana, über seinen »Phaëthon«
Nun zur Stunde, anstatt der Heliaden [*],
bekränzen schon den Padus [*] Piëriden [*],
die gebild’ste ein Stamm, der aufgestiegen,
Elektrum ausschwitzt in geweinten Zahlen.
Das Gewässer bewohnt er befiedert alsbald,
der Apollon, anstelle des Schneevogels [*],
der des erschlag’nen Jünglings schicksalhaftem, hohem
Verderben, die wohlklingende Stimme verdankt.
Wer hat denn ihnen weiße Feder, grüne Rinden
gegeben? Wer Phaëthons Inbrunst allen
von der Sonne vergoldeten, von des Weltmeeres
Schaum gespülten Grenzen denn anvertraut gelinde?
– Niemand sonst als das Metrum deines Instrumentes,
o du, Merkur [*] vom Jupiter Spaniëns.